Ethnologie / Gewand eines Würdenträgers mit Kopfbedeckung für Friedrich Jost, Festkleid
Das Gewand ist aus gewebten Streifen zusammengenäht, die mit Indigo im Abbindeverfahren gefärbt wurden.
Es weist geometrische und symbolhaltige Motive auf.
Das Kreuz hat keine christliche Bedeutung.
Der Kragen ist mit einer gestickten Applikation geschmückt.
Die Breite der Webbänder und die aufgelockerte Bemusterung weisen auf eine Produktion in Kamerun hin.
In Nigeria produzierte Tücher sind aus schmaleren Bändern zusammengesetzt und dichter bemustert.
Das Gewand gelangte über Handelswege nach Ghana und wurde nach Aussage der Donatorin Missionar Friedrich Jost für seine Verdienste geschenkt.
Jost hielt sich mehrmals in Ghana auf, so 1902-1907, 1909-1918 und 1925-1927. 1920-1925 war er für die Basler Mission auch in St.Gallen (Inlandmission) tätig.
Herkunft: Afrika, Kamerun
Datierung: vor 1927
Material: Baumwollbandweberei, gefärbt (Abbindverfahren) mit Indigo, gestickter Kragen
Masse: H 125 x B 195 cm
Inventarnummer: VK
2015.041
Provenienz:
- 30.04.2015: Kulturmuseum St. Gallen, Ankauf
- 2015: Heidi Zingg-Knöpfli Mission 21, Schenkung
- Franziska Jost Hintermeister (1955-05.06.2013), Nachlass
- Friedrich Adolf Jost (22.06.1871-19.10.1942), Schenkung, Ghana