Ethnologie / Zwei Ständer für Weihrauchstäbchen
Im Jahr 1906 gelangte das Objekt durch Vermittlung des Missionars Otto Schultze in das damalige Völkerkundemuseum der Ostschweizerischen Geographisch-Commerciellen Gesellschaft im Stadthaus in St. Gallen. Es handelt sich hierbei um zwei Specksteinständer. Die Gefäße zeichnen sich durch einen quadratischen Körper mit leicht hervorstehendem Mittelteil aus. Diese Struktur ist charakteristisch für klassisches antikes Porzellan oder Steinschnitzereien. Ihre Oberfläche ist mit traditionellen Päonienmotiven graviert, wobei geometrische Randverzierungen als Ergänzungen zu beobachten sind. Die weißen Linien werden durch flache Reliefschnitzereien auf dem dunklen Stein erzielt. Der untere Teil der Vase ist mit geschnitzten Ruyi-Motiven verziert. Diese Stücke werden häufig als Volkskunst aus der mittleren bis späten Qing-Dynastie betrachtet. Zudem fanden sie als Räucherstäbchenhalter oder Altarvasen für Opfergaben auf zeremoniellen Altären Verwendung.
Herkunft: Asien, China
Material: Speckstein, braun weiss ornamentiert
Masse: H 10,5 x B 2,7 x T 2,7 cm
Inventarnummer: VK B
0094
Provenienz:
- 12.04.1906: Otto Schultze (25.03.1857-23.03.1930), Ankauf
- Kulturmuseum St. Gallen