Ethnologie / Daumenring (banzhi 扳指)
Im Jahr 1906 gelangte das Objekt in das damalige Völkerkundemuseum der Ostschweizerischen Geographisch-Commerciellen Gesellschaft im Stadthaus in St.
Gallen, wobei der Missionar Otto Schultze als Vermittler fungierte.
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um einen Daumring aus Rosenholz.
Die Außenseite ist mit verschiedenen Pflanzenmotiven verziert.
Ursprünglich war der Daumenring Teil der Ausrüstung des Bogenschützen.
Beim Bogenschießen wurde er verwendet, um den Daumen beim Spannen der Bogensehne zu schützen.
Später wurde diese Art von Ring von den Mandschuren als Schmuck getragen.
Herkunft: Asien, China
Masse: H 3 DM 3,6 cm
Inventarnummer: VK B
0121
Provenienz:
- 12.04.1906: Otto Schultze (25.03.1857-23.03.1930), Ankauf
- Kulturmuseum St. Gallen