Geschichte / Todesandenken für Sophie von Bayer aus Rorschach
Kleines, rundes Haarstaubbild in schwarzem Rahmen und mit runder Einfassung aus Rotgold.
Ein kleiner Engel erscheint am Himmel in einem Lichtschein und blickt auf einen überwachsenen Friedhof mit zwei Grabstätten.
Der eine Grabstein mit Kreuz ist halb von einem Baum überwachsen.
Auf dem anderen sitzt ein zweiter Engel und hält die Urne.
Vorne auf dem weissen Grabstein steht die Inschrift „Sophie von Bayer“.
Auf der Rückseite steht „frl.
Elise“.
Dies bezieht sich auf Sophies Halbschwester Elise, der das Andenkenbild gehörte.
Der Vater von Sophie von Bayer war Ferdinand Joseph Maria von Bayer (1780-1862).
Er war in Rorschach ein sehr vermögender Kaufmann und heiratete 1804 Magdalena von Amrhyn (1778-1806) aus Luzern.
Diese brachte eine Tochter zur Welt, Elisabeth Marie, kurz Elise genannt.
Ihre Mutter starb anderthalb Monate nach ihrer Geburt, so dass ihr Vater 1807 Maria Josepha Anna Martignoni (1780-1864) als zweite Frau heiratete.
Sie schenkte ihm sieben Kinder, die aber meist bei der Geburt oder in jungen Jahren hinweggerafft wurden.
Eine Ausnahme war die dritte Tochter, Josefa Maria Sophie, kurz Sophie genannt, die 25 Jahre erreichte (6.5.1810-13.11.1855).
Sophies Halbschwester, Elisabeth Marie oder Elise (1806-1880), überlebte alle übrigen Anwärter auf das Erbe der Familie von Bayer.
Sie wurde Rechtsinhaberin des Hauses „Im Hof“ und war als lediges Fräulein Elise sehr wohltätig.
Herkunft: Europa, Schweiz, Ostschweiz, St.Gallen
Datierung: 1835
Material: Haarstaub, Gummi arabicum, Gouache, Glas
Masse: H 10,5 x B 10,5 cm
Inventarnummer: G 16548
Provenienz:
- 15.02.1951: Anton Täschler, Ankauf
- Kulturmuseum St. Gallen